Zweites 5-tägiges Seminar:

Alles ist wach - es wächst und wächst: von Freitag, 15. Mai, 19 Uhr bis Mittwoch, 20. Mai 2020, 13 Uhr

Tristan sagt "Ich füttere den Boden". Jeder Garten ist ein eigenes Ökosystem. Die Vielfalt in diesem System schützt vor Schädlingen und unterstützt die Pflanzen in ihrer Eigenart und Einzigartigkeit. Das Zusammenspiel dieser Vielfalt zu erleben und zu verstehen, macht Freude und führt zu üppigeren Ernten, deren Qualität man im Geschmack messen kann.Tristan sagt, er brauche immer weniger Boden für die gleichen Erträge. Vor fünf Jahren war ein Selleriekopf so groß wie eine kleine Faust, jetzt ist er so groß wie ein Kinderkopf. Auf rund 5.000 qm Anbaufläche wächst Gemüse für 100 Familien.

Das erste 5-tägige Seminar - Frühlingserwachen - findet von Freitag, 3. April, 19 Uhr bis Mittwoch, 8. April 2020, 13 Uhr  statt (der Ostersonntag fällt heuer auf den 12. April)


Gesamtkosten € 900,– pro Kurs, wenn die Nächtigung und gesunde biologische Verpflegung bei Tristan in Anspruch genommen wird.
(Tristan bietet Unterkunft im Drei- und Sechsbettzimmer an. Wer andere Bedürfnisse hat, für den haben wir Links zu Zimmervermietern in der Nähe).

Bitte, nimm folgendes mit: irgendwie eh klar – Arbeitsschuhe, Handschuhe, Arbeitskleidung, Regenschutz....
Anmeldung über die GEA Akademie, denn Tristan ist tagsüber fast immer im Garten.
Kursort: Tristan Toé, 3571 Gars/Thunau am Kamp/Waldviertel, Am Wachtberg 78 (www.biosain.at)


Kursleitung

Wir, Tristan Toé, Jahwezi Graf, die Familie, sowie viele liebe Freund*innen, Freiwillige, Praktikant*innen und nicht zu vergessen all die aktiven Kompostwürmer, Pilze, Bakterien wie auch andere Nützlinge arbeiten gemeinsam im biologischen Gemüsebau am Wachtberg.

Bereits seit 2011 betreiben wir biologischen und vorwiegend händischen Gemüsebau und versorgen zirka 70 Haushalte mit gesundem, hochwertigem und vielfältigem Gemüse. Das zu ermöglichen bedarf eines gesunden und intakten Umfeldes und Ökosystems. Deshalb setzten wir seit Beginn unsere Schwerpunkte auf gesunde Böden, Vielfalt und vitales, samenfestes Gemüse das wir auch weitervermehren.

Tristan Toé hat ein unglaubliches Pflanzenwissen von Afrika mitgebracht. Für ihn sind alle Pflanzen Lebewesen. Sein Gemüse schmeckt anders. Er achtet auf das Saatgut, auf die Ansaat, er füttert den Boden, und Kartoffel setzt er ganz anders als wir - er legt sie in Hohlräume, nicht in den Boden. Die brauchen auch Luft, sagt er.

Tristan kümmert sich  um Tausende Pflanzen und ihre zwei Töchter, die mittlerweile der wichtigste Qualitätsmesser für Toés Gemüse sind: "Schmeckt es den Kindern, ist es gut. Schmeckt es ihnen nicht, gibt es im nächsten Jahr andere Sorten." Oft spricht Toé von seinem Gemüse fast so zärtlich wie von seinen Kindern: Das schlimmste Vergehen an beiden sei es, meint er, sie durch zu viel Hingabe zu verziehen. Sie nicht liebevoll vorzubereiten auf Durststrecken, die zwangsläufig kommen.

Als Tristan  das erste Mal Ackerfurchen in den kargen Boden am Wachtberg zog und die Erde in harten Krümeln unter seinen Fingern bröselte, hätte ihn aber beinahe der Mut verlassen: "Der denkbar schlechteste Boden. Supertrocken, superseicht. Er speichert kein Wasser, der einzige Brunnen liegt 96 Meter tief, und die Humusschicht ist dünner als in einem Blumentopf." Aber weil es das einzige Land war, das er hatte, kniete sich Tristan Toé hin, schaufelte Erde und setzte widerstandsfähige Stecklinge hinein.

Tristan hat einen völlig anderen Umgang mit den Pflanzen. Pflanzen sind Lebewesen, die Respekt verdienen und verlangen. Drum darf auch nicht jede/jeder anpflanzen. Es geht um den Respekt ...

und wie die Pflanze den Respekt erwidert ... das schmeckt man ... .davon ist Georg Bacher überzeugt ... .nicht nur überzeugt - er hat es in monatelanger Mitarbeit miterlebt.