In einem Garten ging die Welt verloren,

in einem Garten ward die Welt erlöst.
Blaise Pascal

 
Die Welt ist aus den Fugen geraten. Irgendwie spüren wir das alle. Und doch überkommt uns schnell einmal das Gefühl der Ohnmacht.
Es sei zwar furchtbar, dass der Mensch Mutter Erde zerstört, aber leider könne man/frau da leider nichts machen.
 
Dieses Gefühl löst sich in Nichts auf, wenn man das Glück hat, Tristan einen halben Tag/noch glücklicher – einen ganzen Tag in seinem Garten
begleiten zu dürfen.

Alles wächst. Nein, dieser Ausdruck ist zu schwach, – Wächst ist zu schwach – in seinem Garten feiert die Natur ein Fest. In Tristans Garten feiern die Pflanzen, die Regenwürmer, die Mikroorganismen und Himmel und Erde eine exzessive Party.
Alles wächst– doch nicht alles, denn Tristan hat alle möglichen Tricks, wie ers Unkraut (modern sagt man BEIKRAUT) und auch die Schädlinge, allen voran die Schnecken, fernhält.
Gift braucht er dafür ganz und gar keines. Die Natur hat alles, was "es" braucht. Man muss nur hören, in die Natur hineinhorchen und die Augen offenhalten.
Tristan macht keine Geheimnisse aus seinem Geheimnis.
 
Er teilt sein Wissen gerne.
Nun? ... wenn man ihn und seinen Garten einen Tag erleben kann,
dann lernt man
1. ziemlich viel und
2. kann man es sich wieder vorstellen, dass die Welt erlöst werden wird.
 
Wo? ... in einem Garten.
Kommt und seht, ­
das Wunder der Natur, ­
Mutter Erde will uns beschenken, – nur eine Bedingung:
wir sollen nicht allzu deppat sein.
 
Kommt alle!


Bitte, nimm folgendes mit: 1 l Erde aus deinem eigenen Garten bzw. Balkon, ev. eine Skizze von deinem Paradies.
Anmeldung über die GEA Akademie, denn Tristan ist tagsüber fast immer im Garten.

Kursort: Tristan Toé, 3571 Gars/Thunau am Kamp/Waldviertel, Am Wachtberg 78 www.biosain.at

Anreise: optimalerweise mit der Bahn bis zu den Bahnhöfen Gars-Thunau bzw. Buchberg. Auf Tristans Website findet ihr die Wegbeschreibung. Dein Erlebnistag darf mit einem etwa 40-minütigen Spaziergang durch den Wald zum Wachtberg beginnen.

Gscheit ist's, wenn ihr euch gleich mehr Tage Urlaub gönnt im Waldviertel. Super ist's, wenn ihr gleich noch am Wochenende bei uns in der GEA Akademie einen unserer beliebten Kurse mitmacht.

Bitte melde dich, wenn du Fragen hast.



Kursleitung

Wir, Tristan Toé, Jahwezi Graf, die Familie, sowie viele liebe Freund*innen, Freiwillige, Praktikant*innen und nicht zu vergessen all die aktiven Kompostwürmer, Pilze, Bakterien wie auch andere Nützlinge arbeiten gemeinsam im biologischen Gemüsebau am Wachtberg.

Bereits seit 2011 betreiben wir biologischen und vorwiegend händischen Gemüsebau und versorgen zirka 70 Haushalte mit gesundem, hochwertigem und vielfältigem Gemüse. Das zu ermöglichen bedarf eines gesunden und intakten Umfeldes und Ökosystems. Deshalb setzten wir seit Beginn unsere Schwerpunkte auf gesunde Böden, Vielfalt und vitales, samenfestes Gemüse das wir auch weitervermehren.

Tristan Toé hat ein unglaubliches Pflanzenwissen von Afrika mitgebracht. Für ihn sind alle Pflanzen Lebewesen. Sein Gemüse schmeckt anders. Er achtet auf das Saatgut, auf die Ansaat, er füttert den Boden, und Kartoffel setzt er ganz anders als wir - er legt sie in Hohlräume, nicht in den Boden. Die brauchen auch Luft, sagt er.

Tristan kümmert sich  um Tausende Pflanzen und ihre zwei Töchter, die mittlerweile der wichtigste Qualitätsmesser für Toés Gemüse sind: "Schmeckt es den Kindern, ist es gut. Schmeckt es ihnen nicht, gibt es im nächsten Jahr andere Sorten." Oft spricht Toé von seinem Gemüse fast so zärtlich wie von seinen Kindern: Das schlimmste Vergehen an beiden sei es, meint er, sie durch zu viel Hingabe zu verziehen. Sie nicht liebevoll vorzubereiten auf Durststrecken, die zwangsläufig kommen.

Als Tristan  das erste Mal Ackerfurchen in den kargen Boden am Wachtberg zog und die Erde in harten Krümeln unter seinen Fingern bröselte, hätte ihn aber beinahe der Mut verlassen: "Der denkbar schlechteste Boden. Supertrocken, superseicht. Er speichert kein Wasser, der einzige Brunnen liegt 96 Meter tief, und die Humusschicht ist dünner als in einem Blumentopf." Aber weil es das einzige Land war, das er hatte, kniete sich Tristan Toé hin, schaufelte Erde und setzte widerstandsfähige Stecklinge hinein.

Tristan hat einen völlig anderen Umgang mit den Pflanzen. Pflanzen sind Lebewesen, die Respekt verdienen und verlangen. Drum darf auch nicht jede/jeder anpflanzen. Es geht um den Respekt ...

und wie die Pflanze den Respekt erwidert ... das schmeckt man ... .davon ist Georg Bacher überzeugt ... .nicht nur überzeugt - er hat es in monatelanger Mitarbeit miterlebt.