"Dass Menschen Musik schaffen und wahrnehmen können, ist ein Spiegel der Tatsache, dass sie selbst aus etwas bestehen, das der Musik ähnlich ist.", ein Zitat aus Fabians Buch. Dieser "Tatsache" wollen wir gerecht werden, indem zahlreiche MusikerInnen Musik machen, Musik teilen, Musik leben.

Drum kommt zum Syposium nicht nur Fabian und erzählt uns mehr, sondern auch:

  • Mamadou Diabaté & friends ... Mamadou ist ein Weltstar am Balafon. In seiner Heimat Burkina Faso ist Musik Sprache. Wir werden es hören.
  • Wolfram Märzendorfer, Gitarrist und Ziehharmonika ... die "Reine Stimmung" ist berührend für alle.
  • Emanuel Schmelzer-Ziringer & sein Vokal-Ensemble
  • David Bada, Gitarre. Er spielt J.S. Bach und erzählt.
  • Jan Stanek, Obertongesang und seine Geschichte

Natur uns Gesellschaft neu denken, darum geht's dieses Jahr. Auch einen Experten dafür haben wir eingeladen:

Gerald Blaich war jahrzehntelang Förster mit Herz, Hirn und Verstand. Er wird uns durch den Wald führen und uns die Sinne für die Lebensader "Wald" öffnen.

Der Titel des diesjährigen GEA Pfingstsymposiums stammt vom gleichnamigen Buch von Fabian Scheidler. Der Faden, der sich durch dieses Buch zieht, soll auch der Faden sein, der unserem Symposium die Richtung weist.

Jetzt ist's so weit. Wir sind schon ganz aufgeregt und in großer Vorfreude

Die ersten Symposiumsgäste sind schon da…. Die nächsten sitzen im Zug… zwei sind schon seit einer Woche mit dem Radl unterwegs und strampeln derzeit noch durchs Kamptal…. viele kommen von nah und viele von fern: Euch allen wünschen wir eine gute Anreise.

Zur Orientierung ein kleiner Zeitfahrplan:

Freitag, 3. Juni

ab 17.30 Abendessen

18:00 Begrüßung Bürgermeister Peter Müller
19.00 Jetzt geht's los!
Gemeinsamer Umzug zum Plenum* in der GEA Halle
Eröffnung unseres Symposiums, Vorstellen der Akteure und
Open Space-Methode

19.45 Eröffnungsreferat
Fabian Scheidler

im Anschluss Musik mit Wolfram Märzendorfer

Samstag, 4. Juni

7.30 Frühstück

9.00 Morgenimpulse
von Fabian und Heini

Im Anschluss: Marktplatz

11.00 Open Spaces
12.00 Open Spaces

13.00 Mittagessen

15.00 Open Spaces
16.00 Open Spaces

17.00 Ernte

18.00 Abendessen

19.30 Ödenburger Ensemble
in der Kirche von Schrems

Ausklang im Hof von unserem Hotel mit Musik und tausend Gedanken

Sonntag, 5. Juni

7.30 Frühstück

9.00 Lernen von der Natur
- Lernen in der Natur - mit Gerald Blaich und Markus Bogner
mit Musikstationen

13.00 Mittagessen in Amaliendorf

im Anschluss
Lernen von der Natur
- Lernen in der Natur - mit Gerald Blaich und Markus Bogner

mit Musikstationen

17.00 Ernte
18.30 Abendessen
20.00 Musikalischer Ausklang im Hotel

Montag, 6. Juni

7.30 Frühstück

9.00 Stilles Reifen*

Abschlusszeremonie

13.00 Mittagessen

*Stilles Reifen

Alles fügt sich und erfüllt sich,
mußt es nur erwarten können
und dem Werden deines Glückes
Jahr und Felder reichlich gönnen.
Bis du eines Tages jenen reifen Duft der Körner spürest
und dich aufmachst und die Ernte in die tiefen Speicher führest.

Christian Morgenstern

*Das Pfingstsymposium ist eine Open Space Konferenz zum Thema gemeinsinniges Wirtschaften. Veranstalter der Verein für gemeinsinniges Wirtschaften (VGW) unterstützt von GEA Waldviertler. Jeder Teilnehmer darf sein Wissen einbringen und so das Symposium mitgestalten. ImpulsgeberInnen halten Referate und stehen in Workshops für intensiven Austausch bereit. Neben dem eigentlichen Programm ist genug Zeit für künstlerische Kreativität, Networking, Meditation, Spaziergänge und gutes Essen.

Fabian ist ein deutscher Autor, Dramaturg... einer der größten Denker. Er ist Mitbegründer des unabhängigen und empfehlenswerten Fernsehmagazins Kontext TV. Er hat viele Jahre als Dramaturg für das Grips-Theater gearbeitet. Für seine publizistisch-künstleriche Tätigkeit bei Attac bekam er 2009 den Ott-Brenner-Medienpreis für kritischen Journalismus.

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***Open Space – die etwas andere Konferenz

Teresa Distelberger

„Das Beste an den Konferenzen sind eigentlich die Kaffeepausen.“ Nachdem Harrison Owen zahlreiche sorgfältig durchgeplante Events organisiert hatte, war diese Erkenntnis zuerst ernüchternd. Wozu der ganze Zauber, wenn dann in zwanglosen Bewegungen und Begegnungen zwischen Stehtischen nicht selten viel spannendere Themen besprochen werden als im Hauptsaal? Warum kann nicht einfach die ganze Veranstaltung so ablaufen? Aus diesen Überlegungen heraus kreierte Harrison Owen – eigentlich eher zum Spaß – die erste Open Space Konferenz und war selbst überrascht, dass diese einfache Einladung zur Selbstorganisation immer und immer und immer wieder funktionierte.

Zu Beginn ist da nur eine große Runde möglicherweise sehr interessanter Menschen, und eine leere Wand auf der mögliche Zeiten und Räume für die nächsten Stunden und Tage notiert sind. Was wann wo passieren wird – das liegt an den TeilnehmerInnen, denn hier kann prinzipiell jede/r die Initiative ergreifen und ein Angebot starten. Mancherorts werden zusätzlich auch einige ImpulsgeberInnen, eingeladen, die ihre Erfahrungen und Expertise mit dem Thema wie alle anderen im Open Space einbringen. Ist die Programmwand gefüllt und alle Räume vergeben, geht es erst richtig los.

Was Gespräche in Kaffeepausen so lebendig macht, ist u.a. die Tatsache, dass sich alle sehr frei bewegen können. Man schaut sich um und hat zu irgendeinem Menschen oder Tischgrüppchen Resonanz. Vielleicht hört man einfach mal zu, wirft etwas ein, endet in einer tiefschürfenden Diskussion – oder geht ganz ungezwungen wieder weiter, sobald das eigene Interesse nachlässt und am Nachbartisch ein wichtiges Stichwort gefallen ist. Aus diesen Beobachtungen heraus hat Harrison Owen vier Open Space-Prinzipien und das „Gesetz der zwei Füße“ formuliert:

„Das Gesetz der zwei Füße“ besagt, dass jede/r nur so lange in einer Gruppe bleiben soll, solange er/sie dort einen Beitrag leisten und/oder etwas lernen kann. Man darf jederzeit auch mittendrin aufstehen und in eine andere Gruppe gehen oder einfach nichts tun und die Gedanken schweifen lassen an irgendeinem netten Platz.

Dazu passend unterstreichen die 4 Prinzipien das Vertrauen in die organischen Dynamiken der Selbstorganisation:

  1. Wer immer kommt, ist gerade die richtige Person.
  2. Was auch geschehen mag – es ist das einzige, was geschehen kann.
  3. Wann immer es beginnt, es ist die richtige Zeit.
  4. Vorbei ist vorbei.

Was nach dem Open Space meist bleibt, sind neben den inhaltlichen Erkenntnisschätzen, konkreten Problemlösungen, hilfreichen Kontakten, geplanten und gestarteten Initiativen auch wertvolle Erfahrungen mit eigenverantwortlichem Handeln. In diesem Setting ist niemand mehr gezwungen, was vorgesetzt wurde, womöglich über sich ergehen zu lassen, sondern wird ermutigt selbst zu entscheiden, was man mit der eigenen Zeit und Energie macht. Das gilt im Grunde auch für alle möglichen anderen Orte, an denen wir uns sonst so bewegen. Oft stellen sich die gleichen Fragen: Was kann ich hier lernen? Was kann ich einbringen? Wie kann ich mitgestalten?

PS: Eine einzige Beschwerde kommt nach Open Space Symposien jedes Mal. „Da läuft so viel Interessantes gleichzeitig. Ich kann mich nicht entscheiden!“ Das können wir nicht ändern, denn das ist leider genau so wie auch sonst im Leben: Man versäumt einfach fast immer fast alles. ;)

Buchtipp: Harrison Owen, Open Space Technology – Ein Leitfaden für die Praxis, Schäffer-Poeschel Verlag, 2011

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Impressionen Pfingstsymposium 2018/2019

Termin
von 3. Juni 2022 um 16:00 bis 6. Juni 2022 um 15:00
Kategorie
Vortrag
Tags
Pfingstsymposium, Open Space Konferenz, Wirtschaft